
betterplace.me ist von einem Nebenprojekt zu einer eigenständigen Organisation gewachsen – und hat jetzt einen neuen Namen: GoodCrowd.org – die soziale Crowdfunding-Plattform. Auch unter neuem Namen ist sie weiterhin Teil der gemeinnützigen gut.org. Die Plattform verfolgt eine klare Werteorientierung: 100 % sozial – 0 % Profitinteresse. GoodCrowd.org ist die Crowdfunding-Plattform für gelebte Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Impact. Kampagnen, die Gewalt und Diskriminierung fördern, haben auf GoodCrowd.org keinen Platz.
Warum die Umbenennung?
Es gab immer wieder Verwechslungen zwischen betterplace.org und betterplace.me. Der Unterschied ist nun klar: betterplace.org ist ausschließlich für gemeinnützige Organisationen. GoodCrowd.org ist die soziale Crowdfunding-Plattform für Privatpersonen, Unternehmen und (noch) nicht gemeinnützige Initiativen, die Spenden für soziale Anliegen sammeln wollen.
Zudem ist betterplace.me seit 2019 stetig gewachsen. Im September 2024 wurde aus unserem ehemaligen Nebenprojekt die eigenständige Good Crowd GmbH. Der Name ist neu, aber das Team, die Werte und das Büro in Berlin-Kreuzberg bleiben.
Warum GoodCrowd.org?
betterplace.me, der bisherige Name unserer Schwesterplattform, stellte das „ich“ in den Mittelpunkt. Doch ein Blick auf die erfolgreichsten Crowdfunding-Kampagnen der letzten Jahre zeigt ein anderes Bild: Fast 75 % aller Kampagnen werden nicht von den Betroffenen selbst gestartet, sondern von Angehörigen, Freund*innen, Kolleg*innen, Nachbar*innen oder Bekannten.
Auch zahlreiche Erfahrungsberichte verdeutlichen, was die Plattform wirklich ausmacht: Die beeindruckende und mitreißende Erfahrung von Zusammenhalt, Gemeinschaft und Solidarität für alle Beteiligten. Menschen unterstützen sich gegenseitig, selbst wenn sie einander nie begegnet sind. Sie spenden für Fremde und stehen ihnen in schwierigen Zeiten – bei Krankheit, Unglücken, sozialer Ungerechtigkeit oder Gewalterfahrungen – zur Seite. Einige bewegende Beispiele:
“Gestern erreichte uns die erschütternde Nachricht, dass Rama A., ein ehemaliger Schüler, bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Jeder Beitrag ist ein wertvolles Zeichen der Solidarität.”
— Initiatorin Judith B. des Crowdfundings für Rama A.s Familie
“Mit dieser kleinen Spende wollen wir euch weiter ermutigen. Ihr kämpft nicht nur für euch, sondern für alle Patient*innen!”
— Spender*in einer Crowdfunding-Kampagne zur Unterstützung des erfolgreichen Streiks von Pflegekräftenfür bessere Arbeitsbedingungen
“Nachdem Thomas B. so unerwartet aus dem Leben gerissen wurde, möchte ich der Familie zumindest die Möglichkeit geben, die Beerdigung nicht finanziell tragen zu müssen.”
— Sven T. , Organisator der Spendenaktion für die Familie von HOCHBAHN Mitarbeiter Thomas
Crowdfunding auf unserer Schwesterplattform steht für gelebte Solidarität. Es geht nicht um das einzelne „Ich“, sondern um das „Wir“ – die Gemeinschaft, die gemeinsam einen Unterschied macht. Deshalb trägt die Plattform nun auch den passenden Namen GoodCrowd.org.
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Kampagnen auf unserer Schwesterplattform machen sichtbar, wo gesellschaftliche Strukturen Menschen im Stich lassen – sei es bei Krankheitskosten, finanziellen Unsicherheiten, Gewalt oder struktureller Marginalisierung. Solange dies nötig ist, hilft GoodCrowd.org Menschen, in solchen Fällen solidarisch aktiv zu werden.
GoodCrowd.org hat dabei eine klare Wertehaltung: Die Plattform steht für Solidarität und soziale Gerechtigkeit ein – und gegen Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, wachsende Ungleichheit und Diskriminierung. Kampagnen, die letzteres befördern, haben auf GoodCrowd.org keinen Platz. 2022 hat die Plattform beispielsweise ein Crowdfunding gestoppt, das die juristischen Kosten eines Polizisten finanzieren sollte, der wegen tödlicher Polizeigewalt verurteilt worden war.
Auf kommerziellen Plattformen gibt es immer wieder auch Kampagnen, die den Werten von GoodCrowd.org klar widersprechen würden:
- Ein Teilnehmer am geheimen Vernetzungstreffen von Rechtsextremisten in einem Potsdamer Hotel, auf dem Forderungen nach massenhafter Abschiebung besprochen wurden, hat im letzten Jahr die Correctiv-Redaktion und andere Medien verklagt, die dazu berichtet hatten. Auf GoFundMe konnte er über 195.000 € sammeln, um seine Prozesskosten zu re-finanzieren.
- Während der ersten Amtszeit von Donald Trump sammelte ein US-Veteran auf GoFundMe mehr als 25 Millionen $, um den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko – ein zentrales Vorhaben von Trumps rechtspopulistischer Politik – zu unterstützen.
Solche Kampagnen wird es auf GoodCrowd.org nicht geben.
Einen kompletten Überblick zu den Unterschieden findest du in diesem Blogartikel. Das sind die wichtigsten Punkte:
Soziales Crowdfunding mit klaren Werten
GoodCrowd.org folgt festen Prinzipien und stoppt Kampagnen, wenn sie mit ihren Grundwerten nicht im Einklang stehen.
Wirkung statt Profit
GoodCrowd.org setzt den Fokus auf den sozialen Nutzen und nicht auf finanzielle Gewinne. Die Plattform erhebt nur Gebühren, um die Kosten der Zahlungsabwicklung zu decken. Ansonsten finanziert sich unsere Schwesterplattform ausschließlich durch freiwillige Beiträge. Als Teil der gemeinnützigen gut.org arbeitet GoodCrowd.org nicht gewinnorientiert, sondern reinvestiert – im Fall von Überschüssen – diese zur Weiterentwicklung der Plattform und zur Stärkung ihrer sozialen Wirkung.
Höchste Standards bei Datenschutz und Sicherheit
Mit Sitz in Berlin verarbeitet GoodCrowd.org alle Daten nach deutschen Datenschutzrichtlinien und unter strengen rechtlichen Vorgaben.
Support in deutscher Sprache
GoodCrowd.org ist eine Plattform aus Deutschland für Menschen im deutschsprachigen Raum. Die Inhalte sind nicht einfach übersetzt, sondern speziell auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe abgestimmt. Zudem steht der Kundenservice per E-Mail und Telefon für Unterstützung auf Deutsch bereit – bei Bedarf auch auf Englisch.
Fundraising-Wissen für alle
Nicht jede*r ist Expert*in für Marketing oder Crowdfunding. Deshalb unterstützt GoodCrowd.org Kampagnenstarter*innen mit langjährigem Know-how, um die Erfolgschancen zu maximieren – sei es durch Tipps per E-Mail oder hilfreiche Blogartikel wie diese:
Wofür wird auf GoodCrowd.org gesammelt?
Wir sind stolz, dass auf unserer Schwesterplattform bereits über 45 Millionen Euro an Spenden gesammelt wurden. Das zeigt, wie viel eine solidarische Gemeinschaft erreichen kann. Hier sind einige typische Anlässe für Crowdfunding-Kampagnen auf der Plattform:
- Gesundheitskosten: Finanzielle Unterstützung bei Erkrankungen wie Krebs, Long Covid, Lipödem, Endometriose oder Spinaler Muskelatrophie (SMA) sowie für medizinische Eingriffe wie Mastektomien.
- Folgen eines Unfalls: Hilfe bei hohen Ausgaben für physische und psychische Rehabilitation nach schweren Unfällen.
- Verdienstausfälle: Absicherung, wenn Arbeitnehmer*innen oder Selbstständige aufgrund eigener Krankheit, eines Unfalls oder der Pflege Angehöriger in finanzielle Not geraten.
- Katastrophenhilfe: Unterstützung in Notlagen wie Naturkatastrophen (z. B. Hochwasser oder Erdbeben), Bränden, Pandemien oder Kriegen.
- Engagement für gesellschaftlichen Wandel: Finanzierung von Initiativen gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit oder rechtsextreme Gewalt.
- Barrierefreiheit: Projekte zur Förderung von Inklusion, etwa barrierefreie Umbauten.
- Soziale Rechtskosten: Finanzierung juristischer Unterstützung – von der Verteidigung gegen rechte Hetze und Diskriminierung bis hin zu arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen.
- Erfüllung letzter Wünsche: Spendenkampagnen für Menschen in ihrer letzten Lebensphase.
- Trauerhilfe: Finanzielle Unterstützung für Hinterbliebene, etwa zur Deckung von Beerdigungskosten.
- Folgen von Gewalt: Spenden für Betroffene, beispielsweise für die Reparatur beschädigter Gegenstände oder die Finanzierung psychotherapeutischer Behandlungen.
Du willst für einen ähnlichen Fall Spenden sammeln und fragst dich, ob du für die gesammelten Spenden Steuern zahlen musst? In diesem GoodCrowd Blogartikel findest du dazu alle Infos.
Unsere Schwesterplattform GoodCrowd.org bringt Menschen zusammen, die sich gegenseitig helfen – damit niemand in schwierigen Momenten alleine bleibt.
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